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Wasser ist nass, wirklich nass – aber warum?

Wasser ist die einzige chemische Verbindung auf diesem Planeten, die in unserer Natur in allen drei Aggregatzuständen vorkommt. Wir kennen Wasser als Flüssigkeit, als Eis in fester Form und als Gas (Wasserdampf).

Haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, warum Wasser eigentlich nass ist?

 

Wer weiß nicht, dass man eine Gänsehaut bekommen kann und, dass es einem friert, wenn man aus dem Wasser steigt oder sich im nassen Zustand dem Wind aussetzt. Es fühlt sich dann nass, kalt und unangenehm an. Es gibt sicherlich nichts unangenehmeres als zum Beispiel nasse Kleidungsstücke auf der Haut bei niedrigen Temperaturen. 

 

Nun, das Wasser fühlt sich auf unserer Haut kalt an, da es in diesem Moment verdunstet, was nichts anderes heißt als, dass das Wasser zu einem Gas wird. Zu diesem Zweck braucht das Wasser aber Wärme, die es unserem Körper entzieht. 

 

Im Gegenzug hat die Luft den Wunsch und die Fähigkeit Wasser in Form von Wasserdampf aufzunehmen und will somit eine Verbindung ihrerseits eingehen. Diese Wechselwirkung ist der Motor der ganzen Vorgangs. 

 

Der Begriff "nass" beschreibt eine Empfindung oder Beobachtung, die wir spüren, wenn Wasser auf unserer Haut ist. Wasser besteht aus winzig kleinen Teilchen. Diese Teilchen, Moleküle genannt, ziehen wiederum andere Stoffe wie unsere Haut oder Haare stark an. Dadurch, dass Wasser an unserer Haut oder Kleidung haftet, entsteht bei uns das klamme Gefühl von Nässe.

 

Den Spruch „Wasser ist nass“ belächeln wir oft, aber wissenschaftlich betrachtet ist diese Aussage mehr als nur ein paar Worte zum belächeln.

 

Thomas Rachor