· 

Therapieblockade Schwermetall

Mensch und Tier profitieren von einer sauberen Trinkwasserqualität, frei nach dem Motto der Vision Aqua Technology GmbH:

"Wir holen die Wassermoleküle aus dem mit vielen gesundheitsschädlichen Stoffen belasteten Wasser heraus"

 

Im Trinkwasser befinden sich u.a. Schwermetalle, die jedoch laut Trinkwassergesetzt in bestimmten Konzentrationen erlaubt sind. Es existieren Normwerte für verschiedene Schwermetalle im Blutserum. Dieser Umstand macht nachdenklich, wenn weiter unten im Text die gesundheitsschädigende Wirkung von z.B. Blei beschrieben wird.

 

Von Natur aus kommen Schwermetalle und ihre Verbindungen in vom Lebewesen bewohntem Raum nur in Spuren vor. Manche Schwermetalle sind in kleinen Mengen lebenswichtig für Pflanzen, Tiere und uns Menschen, sogenannte essentielle Schwermetalle oder Spurenelemente (Chrom, Eisen, Cobalt, Kupfer, Mangan, Molybdän, Nickel, Vanadium, Zink und Zinn).

 

Viele Schwermetalle, auch die essentiellen, können bereits in leichter Überkonzentration für uns Menschen gesundheitsschädlich oder giftig sein, wobei deren toxische (giftige) Wirkung auch stark von der chemischen Verbindung des Schwermetalls abhängt. Schwermetalle im Erdboden können durch Wasser herausgelöst  ins Grundwasser gelangen, in Pflanzen und somit in die Nahrungskette gelangen und dort Schäden in mannigfaltiger Ausprägung verursachen. Grundwasser fließt ca. 1m/Jahr, so bekommen wir irgendwann auch Wasser aus belasteten Regionen.

 

Schwermetalle nennt man die natürlichen metallischen Elemente, deren Dichte größer ist als 5 g/cm3. Leichtmetalle, Edelmetalle Spurenelemente, werden über die Dichte definiert. Die Dichte sagt jedoch nichts über die "Giftigkeit" oder "Wichtigkeit" für uns Menschen aus.

 

Edelmetalle, sind die Gruppe der Metalle, welche an der Luft, nicht wesentlich reagieren und nur sehr schwer, chemische Verbindungen eingehen. 

 

Edelmetalle sind auch Schwermetalle. (Gold, die Gruppe der Platinmetalle-kurz: PGM-, Silber, Kupfer und Quecksilber –Kupfer und Quecksilber sind ein Halbedelmetall weil es zu Korrosionen an der Luft kommt–).

 

Die Umkehrosmosefilterung ist perfekt für die Beseitigung von Schwermetallen aus dem Trinkwasser. Zum Glück werden Medikamente, Hormone, Pestizide, Röntgenkontrastmittel, radioaktive Substanzen, Mikroplastik, Weichmacher usw. gleich mit entfernt.

 

Umkehrosmosefilterung bedeutet zurückgehaltene Schadstoffe werden sofort ins Abwasser abgeleitet. Eine Ansammlung, was in "Einkammerfiltern" passiert,  gilt es zu vermeiden. Das Folgewasser hat Kontakt zu immer mehr zurückgehaltener Substanzen und wird dadurch immer stärker kontaminiert. Aus Trinkwasser zurückgehaltenes Mikropalstik verstopft Filter, die aus einem Block bestehen. Mikroplastik hat die negative Eigenschaft Schadstoffe "wie ein Magnet an sich zu binden" und zu den "Weichmachern" aus der eigenen Herstellung an das gefilterte Wasser abzugeben. Bei der Umkehrosmosefiltration wird das vermieden.

 

Unendlich viele Stoffe u.a. Blei und Kupfer sind in unserem Trinkwasser enthalten. Lassen Sie sich eine Trinkwasseranalyse aus einer Beprobungsstelle zur Nähe Ihrer Wohnadresse schicken (Wasserwerke prüfen die Trinkwasserqualität auf der Wegstrecke zum Verbraucher). Es fällt auf, dass diese Analysen mehrere Seiten Analysedaten haben, nicht nur 49-52  Werte wie im Trinkwassergesetzt verankert. Auf dem Weg zum Verbraucher steigt der Kupferwert durch verwendete Kupferleitungen im Trinkwassernetz deutlich an, was die große Spanne im Grenzwert erklärt. Auch ist immer noch Blei im Trinkwasser enthalten, obwohl die Bleileitungen im Trinkwassernetz der Vergangenheit angehören sollten. Und häufig geprüft heißt noch lange nicht, dass alle im Trinkwasser befindlichen Schadstoffe geprüft werden, die einen Grenzwert haben, oder überhaupt danach gesucht wird.

Anmerkung am Beispiel von Blei und Kupfer

(weitere Informationen finden Sie weiter unten)

 

Die größte Quelle für Bleivergiftung war früher das in den USA in den 1920ern entwickelte, verbleite Benzin. Die Klopffestigkeit vom Treibstoff wurde mit zugesetztem Tetraethylblei erhöht. In Europa wurde erstmals in Deutschland 1983 unverbleites Benzin verkauft. Seit 1973 wurden in Deutschland keine Bleirohre mehr als Wasserleitung im Haus verbaut. Der Grenzwert für Blei im Leitungswasser lag ab dem 1. Dezember 2003 bei 25 µg/l und wurde am 1. Dezember 2013 auf 10 µg/l reduziert. Verwendete Kupferleitungen führen zu einem deutlichen Anstieg der Werte im bis ans Haus gelieferten Wasseranschluss. Ein Kupfergehalt von 2 mg/l verleiht Wasser bereits einen metallischen Geschmack, 5 mg/l machen es ungenießbar.

 

Wie stelle ich eine Belastung oder sogar eine Vergiftung im menschlichen Organismus fest?

 

  • Eine Haaranalyse zeigt Belastungen aus ca. 4-8 zurückliegenden Wochen auf.
  • Im Blut können Metalle nach Aufnahme durch Speisen und Getränke nur wenige Stunden nachgewiesen werden.
  • Im Urin (ohne Mithilfe von Substanzen zur Ausscheidung = Mobilisationstest) zeigen sich Metalle wenige Stunden nach Konsum.
  • Ein Provokationstest mit Chelatbildnern (div. chemische Stoffe wie z.B. DMPS, DMSA, NaCa-EDTA, NaMg-EDTA, und andere), die durch Komplexbildung Schwermetalle ausscheidungsfähig machen, zeigt eine über Jahre entstandene Belastung.

 

Einige Schwermetalle seien hier genannt:

Kadmium

Kadmium ist eines der bedeutendsten toxischen Elemente. Durch Verwendung von Klärschlamm und Phosphatdünger, über Müllverbrennungsanlagen sowie durch Industrieabwässer gelangt es in die Umwelt. Daher bilden die Nahrungskette und das Trinkwasser die Hauptquellen für eine Kadmium-Anreicherung im Körper. Zu den kadmiumreichen Nahrungsmitteln zählen vor allem Getreideprodukte, Kartoffeln, Innereien, Pilze, Spinat, Wurzelgemüse (Sellerie), Meeresfrüchte, Fische, Muscheln, Austern (in den Austern verhindert ein hoher Zinkspiegel die schädlichen Folgen des Kadmiums), Konservennahrung und Cola-Getränke.

 

Kadmium ist in vielen Farben (Kinderspielzeug, Keramiken) und Farbpigmenten enthalten. Es findet sich im Tabakrauch, Batterien, Akkus, Kosmetika (Mascara), Rostschutzmitteln, Glas und PVC-Kunststoffen. Über den Zigarettenrauch (auch passiv) ist eine Zufuhr beträchtlicher Kadmium-Mengen möglich. Als reines Metall wird Kadmium vor allem als Nebenprodukt bei der Zink-Herstellung gewonnen.

 

Kadmium wird darüber hinaus in der Industrie vielfältig verwendet und kann daher sowohl für den Werktätigen, als auch die Bewohner eines industriereichen Gebietes eine Belastungsquelle darstellen. Bedeutende Kadmiumverarbeitende Industriezweige sind die Eisen-, Stahl-, Kohle- und Ölindustrie.

Bei Kadmium-Belastung können Zink- und Eisenmangelsymptome auftreten und häufig werden bei Kindern auch Hyperaktivität, Verhaltensstörungen und Infektanfälligkeit beobachtet. Berufsbedingte Kadmium-Vergiftungen können zu Leberschädigungen, Nierenschädigungen, Nierenerkrankungen, Bluthochdruck, Fertilitätsstörungen, Osteoporose, Herz-Kreislauferkrankungen und Krebserkrankungen führen. Nach chronischen Belastungen entstehen pathologische Akkumulationen im Gewebe, die eine Halbwertszeit (Zeit in der die Hälfte der aufgenommenen Verbindungen wieder ausgeschieden wird) von 13-38 Jahren haben können!

 

Eine durch Kadmium-Belastung hervorgerufene Erkrankung ist bei älteren Frauen in Japan endemisch und wurde vor allem nach dem zweiten Weltkrieg beobachtet, die Itai-Itai-Krankheit. Dabei kommt es zu unerträglichen Schmerzen, Knochendeformationen, Entkalkungsvorgängen und Frakturen bereits nach leichten Bewegungen. Im Urin findet man vermehrt Proteine, Glukose und freie Aminosäuren. Kadmium stört bei dieser Erkrankung die intestinale Resorption von Kalzium. Zusätzliche verursachende Faktoren sind zu wenig Kalzium (Kalziummangel erhöht die Kadmium-Resorption und -Retention) und Vitamin D in der Nahrung.

 

Die Auswirkungen von zu hohen Kadmium-Werten auf die Nieren sind Funktionsstörungen der proximalen Tubuli. Dabei findet man vermehrt Glukose, nieder- und hochmolekulare Proteine und freie Aminosäuren im Urin. Weiterhin kommt es zu Veränderungen im Mineralstoff-Metabolismus (vor allem von Kalzium und Zink), zu Nierensteinen und Osteomalzie.

 

Die Auswirkungen von Kadmium-Belastungen auf das Herz-Kreislauf-System sind noch verheerender, da dessen Empfindlichkeit aufgrund des Fehlens von Metallothionein, der Selen-abhängigen GPX (Glutathion-Peroxidase) bzw. der Kupfer-abhängigen SOD (Superoxid-Dismutase) im Vergleich zur Leber und Niere stark erhöht ist. Im Herz-Kreislauf-System kommt es bereits bei Konzentrationen (5 µg/g), die weit unter den kritischen Konzentrationen für die Niere liegen zu Schädigungen. Die schädigende Wirkung des Kadmiums beruht vor allem auf einem kompetitiven Antagonismus zwischen Kalzium und Kadmium, welcher Wirkungen an und innerhalb der Zellmembran zeigt. Die Folgen sind Tachykardie, arterielle Hypertonie, veränderte Reizleitung und Kontraktilität sowie dystrophische Veränderungen im Myokard. Im Tierversuch konnte Kadmium-induzierter Bluthochdruck mit Zink-Supplementierung normalisiert werden.

 

Auch auf die immunologischen Funktionen wirken sich hohe Kadmium-Werte negativ aus. Die Antikörper-Produktion wird unterdrückt und die Makrophagen-Funktion gestört. Die Abwehr gegenüber bakteriellen und viralen Infekten ist dadurch nicht mehr ausreichend.

Bei Arbeitern der Kadmiumproduzierenden oder -verarbeitenden Industrie bzw. deren unmittelbaren Anwohnern findet man vermehrt Lungenemphyseme, Lungenfibrose, chronische Bronchitis und Kurzatmigkeit. Auch die Häufigkeit von Prostatakarzinomen wurde bei betroffenen Personen vermehrt beobachtet.

 

Die Resorption von Zink kann durch hohe Kadmium-Werte gehemmt werden. Deshalb sind die Krankheitsbilder einer chronischen Kadmium-Intoxikation mit denen eines Zinkmangel-Zustandes identisch. Bei Eisenmangel wird Kadmium verstärkt resorbiert. Umgekehrt kann eine Kadmium-Vergiftung einen Eisenmangel auslösen, was eine hypochrome, mikrozytäre Anämie zur Folge haben kann. Selen und Kupfer zeigen gegenüber Kadmiumbelastung einen Schutzeffekt, Blei hingegen wirkt synergistisch. Vitamin C kann durch seine Hydroxylierungs-Eigenschaften die Wasserlöslichkeit und somit Ausscheidungsrate von Kadmium erhöhen. Toxizitätssymptome können so verhindert bzw. eine Kadmium-Vergiftung erfolgreich therapiert werden.

 

Im Blut treten die erhöhten Kadmium-Werte nur während einer kurzen Zeitspanne auf, deshalb

reflektiert die Kadmium-Analyse des Haares die orale Aufnahme am besten.

Silber

Silber ist ein altbekanntes Heilmittel. Wegen seiner antibakteriellen Wirkung wird Silber zur äusserlichen Anwendung eingesetzt, z.B. in Form von Augentropfen (beim Neugeborenen zur Vorbeugung einer Augeninfektion mit Bakterien), als Bestandteil von Salben zur Therapie von Verletzungen und Verbrennungen oder auch zur Verätzung bei der Wundbehandlung. Silber wird auch bei der Trinkwasseraufbereitung zur Entkeimung (in Wasserfiltern und Tabletten zur Wasserdesinfektion im Haushalt) verwendet.

 

Eine bedeutende Rolle spielt Silber in der Zahntechnik. In Amalgamfüllungen ist es in beträchtlichem Umfang enthalten.

 

In grossen Mengen wird Silber in der Photoindustrie (Photochemikalien) verarbeitet. Eine erhöhte Silberkonzentration kann ausserdem infolge eines langzeitigen beruflichen Umgangs auftreten, z.B. bei der Herstellung von Schmuck und Bestecken, durch Tragen von Silberschmuck, chirurgische Implantate und durch Industrieemissionen.

 

Mögliche Folgen (chronische Vergiftung): rheumatische Beschwerden, Kopfschmerzen, Schwindel, Erschöpfung.

Blei

Blei ist das am weitesten verbreitete anorganische Umweltgift. In den letzten Jahrzehnten haben industrielle Emissionen und schwermetallhaltige Düngemittel zu einer Anreicherung von Blei in Böden und Gewässern geführt. Bleihaltige Wasserleitungen (alte Bleirohre) erweisen sich häufig als Ursache von Belastungen. Eine verstärkte Bleiaufnahme über die Nahrungskette (insbesondere über Gemüse, Obst, Kleie, Meeresfische, Meeresfrüchte, Bier und Wein) ist die Folge. Ausserdem erhöhen Obst-, Gemüse- und Fischkonserven sowie Tomatenmark aus Tuben den Bleianteil der Nahrung. Ursache sind dabei meist bleihaltige Lötstellen in Weissblechdosen.

 

Ein erhöhter Bleigehalt kann ferner auf beruflichen Umgang mit bleihaltigen Materialien zurückgeführt werden. Die technische Anwendung dieses Schwermetalls ist äusserst vielfältig, insbesondere in der Galvanotechnik, in Druckereien, in der Kunststoffindustrie, in Steingut- und Kachelfabriken und in der Glas- und Batterieindustrie. Bleiverbindungen sind Bestandteile von Anstrich- und Rostschutzfarben, Grundierungen und Keramikglasuren. Maler, Anstreicher, Schweißarbeiter, Kunstglas- und Porzellanmaler zählen zu den besonders betroffenen Berufsgruppen. Weitere mögliche Ursachen von Bleibelastungen sind: Bautechnik, Abgase (Auto, Flugzeug), Tabak, Zigaretten, Rauch, Smog, Gasbrenner, Heizungsbrenner, Verbrennungsöfen, und Staub (Zement, Strassenstaub). 

 

Blei schädigt das periphere und zentrale Nervensystem und hemmt die Bildung des roten Blutfarbstoffs (Hämoglobin). Es kann Zittern, Hyperaktivität, Stimmungsschwankungen, Lernschwierigkeiten, Gedächtnisstörungen, Energielosigkeit, Schwindel, Immunschwäche, Infektanfälligkeit, Blutarmut, Müdigkeit, Depressionen, Kopfschmerzen, Gicht, Verdauungsstörungen und Lebererkrankungen verursachen. Die Eisenverwertung sowie wichtige Immunreaktionen und Enzyme können bei Blei-Belastung blockiert werden, was den Antioxidantienbedarf des Organismus erhöht. Bei zu hohen Bleiwerten sind Einnahmen von Kalzium, Zink sowie Vitamin B6 und Vitamin C sinnvoll (Verdrängung von Blei von den Enzymstellen sowie Resorptionsverminderung).

 

Warum sind Kinder besonders gefährdet? Besonders bei Kindern ist eine Blei-Überlastung gefährlich, sie wird bei einer Vielzahl hyperaktiver Kinder vermutet. Bettnässen, Schlafstörungen und Appetitlosigkeit können ebenfalls gehäuft auftreten. Wegen der ungehinderten Passage durch die Plazenta findet bereits pränatal eine Belastung statt. Dadurch werden das fetale und spätere Wachstum von Kindern beeinträchtigt (verminderte Körpergrösse und reduziertes Gewicht). In den ersten Lebensmonaten ist auch die Aufnahme von Blei mit der Muttermilch bedeutend.

 

Unter normalen Bedingungen nehmen Kinder viel mehr Blei mit der Nahrung auf als Erwachsene. Bei Erwachsenen wird eine gastrointestinale Absorptionsquote von 10%, bei Kindern eine von 50% angenommen. Blei-Ionen passieren zu einem gewissen Umfang die Blut-Hirn-Schranke, bei Kindern wahrscheinlich effektiver als bei Erwachsenen.

Quecksilber

Industrieabwässer, industrielle Emissionen sowie Mülldeponien haben zu einer Anreicherung von Quecksilber in Böden und Gewässern geführt. Demzufolge kann eine beträchtliche Menge an Quecksilber über die Nahrungskette in den menschlichen Organismus gelangen. Der Verzehr von

Fischen, Meeresfrüchten und Pilzen stellt die wichtigste Quelle dar.

 

Abrieb aus Amalgamfüllungen (durch den Verzehr saurer und heisser Nahrungsmittel zusätzlich erhöht) und industrielle Belastungen sind die häufigste Ursache von erhöhten Quecksilberwerten. Quecksilberverbindungen finden zudem breite Verwendung in Medizin und Technik z. B. organische Verbindungen (Methyl-Quecksilber) sind Bestandteile von Insektiziden, Pestiziden, Pilz- und Unkrautvernichtungsmitteln sowie Holzschutzmitteln. Elementares Quecksilber wird bei der Thermometer-, Barometer und Batterieherstellung sowie bei der Leuchtröhrenfabrikation eingesetzt.

 

Elementares Quecksilber ist der wichtigste Bestandteil von Amalgamfüllungen. Eingeatmete Quecksilberdämpfe bei Anlegen oder vor allem bei der Entfernung von Amalgamfüllungen können sich rasch im Körper verteilen und in einigen Organen (z.B. Gehirn) anreichern. Anorganische Quecksilberverbindungen werden in Präparaten zur Hautpflege und in Desinfektionsmitteln verarbeitet.

 

Dieses Metall stört Nerven- und Muskelfunktionen, zerstört rote Blutkörperchen (Blutarmut) und schädigt viele Enzyme irreversibel.

 

Quecksilber verursacht außerdem Chromosomenveränderungen, Anorexia, Psychosen, Kopfschmerzen, Schlaf-, Seh-, Nieren-, und neurologische Störungen. Weitere mögliche Folgen von Quecksilberbelastungen sind: Konzentrationsstörungen, Depressionen, Angst, Stimmungsschwankungen, Muskelschwäche, Müdigkeit, Asthma, Gleichgewichtsstörungen, Gelenkschmerzen, Herzerkrankungen und Arrhythmien, Fehlgeburten, Infertilität und Immunschwäche. 

 

Ein Kaugummi-Test gibt Auskunft über das Ausmass des Quecksilber-Abriebs aus Zahnfüllungen. Selen und Vitamin E, die schwefelhaltigen Aminosäuren Methionin und Cystein (z.B. in Knoblauch, Zwiebeln, Hülsenfrüchten), viel trinken, Schwitzen (Sauna) und sportliche Betätigung vermindern die Giftigkeit des Quecksilbers.

Aluminium

Aluminium wird bei normaler Organfunktion zwar leicht ausgeschieden, bei Personen mit einer verminderten Nierenleistung kann es jedoch zur Beeinträchtigung von Gehirnfunktionen kommen. Die Symptome einer langfristigen Aluminiumbelastung reichen von Sprachstörungen, motorischen Störungen bis hin zu Lähmungen, Krämpfen, Gedächtnisstörungen und Demenz.

 

Quellen/Vorkommen

Infolge der umweltbedingten Säurebelastung werden aus den Böden grosse Mengen von Aluminium- Verbindungen herausgelöst, die in Pflanzen angereichert werden und in die Nahrungskette gelangen. Neben Trinkwasser stellen der Verzehr von kontaminiertem Gemüse und Obst, die Speisezubereitung und die Aufbewahrung von Lebensmitteln (Töpfe, Pfannen, Alufolie) häufige Quellen für eine vermehrte Aufnahme von Aluminium dar. Die Zubereitung von stark sauren Nahrungsmitteln (z.B. Sauerkraut, Früchte, Rhabarber, Essig) sowie auch von stark alkalischen Lebensmitteln (rote Beete, Zwiebeln, Kartoffeln) in aluminiumhaltigem Kochgeschirr oder Alu-Folien können die Menge des durchschnittlich mit der Nahrung aufgenommenen Aluminium (22-36 mg/Tag) um den Faktor 2-3 erhöhen.

 

Wein, Bier, Wurzelgemüse, Pilze, Orangen, Mandarinen, Tomaten und Schwarztee enthalten hohe Mengen an Aluminium. Von gewissen Aluminium-Verbindungen können bis zu 25 % über den Gastrointestinal-Trakt resorbiert werden, umso mehr je stärker sauer die Magensäfte sind.

Manche Medikamente gegen Magenübersäuerung (Antacida), Antidiarrhoika (Kaolin), gepufferte Analgetika, gewisse Lipidsenker (Aluminiumclofibrat) und Phosphatbindende Medikamente, die Nierenpatienten zur Prävention des sekundären Hyperparathyroidismus verschrieben werden, enthalten ebenfalls Aluminium.

 

In der Zahntechnik ist Aluminium in keramischen Massen, in der Metallverarbeitung als Bestandteil von Nichtedelmetall-Legierungen und Titanlegierungen vorzufinden. Sogar Deodorants und Zahnpasta können Aluminium enthalten.

 

Aluminium ist aufgrund seiner elektrischen und thermischen Leitfähigkeit ein häufig verwendetes Industriemetall. Es wird eingesetzt im Fahrzeug- und Maschinenbau, bei der Herstellung von Geräten, Glas, Porzellan, elektrischen Leitungen, in der Papier-, Textil- sowie in der Verpackungsindustrie. Eine erhöhte Aluminium-Konzentration kann durch industrielle Emissionen sowie die Berufstätigkeit in einem Aluminiumverarbeitenden Betrieb bedingt sein oder bei Anwohnern solcher Betriebe gefunden werden.

 

Symptome und Stoffwechselstörungen

Bei Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz findet man erhöhte Aluminium-Spiegel als unerwünschte Begleiterscheinung der Dialysebehandlung. Diese Patienten entwickeln das Syndrom der progressiven Dialyse-Enzephalopathie mit Demenz, Sprachstörungen und psychotischen Zuständen. Als Folge der Aluminium-Intoxikation treten auch Knochenerkrankungen und Anämien auf.

 

Im Knochen werden nach langdauernder Belastung Aluminium-Depots angehäuft, die zur Störung der Knochen- und Matrixbildung führen. Es kann zur Osteomalzie infolge Demineralisierung des

Knochens kommen. Dabei findet man erhöhte Kalzium-Ausscheidung im Urin und erhöhte Phosphat-

Ausscheidung im Stuhl, da Phosphor im Magen durch Aluminium gebunden und nicht mehr absorbiert wird. Im Blut können die Kalzium- und Phosphat-Werte noch immer im normalen Bereich liegen. In Tierversuchen konnte gezeigt werden, dass der Organismus bei Kalziummangel Aluminium als Ersatz verwendet und in verschiedenen Geweben inkl. Gehirn ablagert. Bei ungenügender Kalzium-Versorgung steigt die Aluminium-Resorptionsrate und Aluminium bindet sich stärker an das Kalzium-Transporteiweiss Calmodulin als Kalzium selbst.

 

Bei Alzheimer-Patienten findet man Aluminium-Akkumulierungen in bestimmten Gehirnarealen, vor allem im frontalen und temporalen Cortex. Dabei wird Aluminium im Unterschied zur Demenz nach Nierendialyse nicht im Zytoplasma, sondern im Zellkern von Hirn- und Nervenzellen abgelagert, wo es die DNA schädigen kann. Normalerweise passiert Aluminium die Blut-Hirn-Schranke nur als Komplex mit Glutamat oder wenn diese infolge eines Schlaganfalls, Traumen oder Niereninsuffizienz geschädigt ist. Es existieren Hypothesen wonach Aluminium ein Gen für die Bildung des abnormen Proteins ALZ-50-Antigen induziert, welches eine Rolle in der Bildung und Ablagerung von Plaques beim Morbus Alzheimer spielt.

 

Im Plasma wird Aluminium wie Eisen an Transferrin und Albumin gebunden und in Ferritin und Hämoglobin gespeichelt, was die Entstehung einer Anämie bei Aluminium-Belastung infolge Störung der Hämoglobinsynthese im Knochenmark erklärt. Weiterhin beeinträchtigt Aluminium die

Bioverfügbarkeit von Zink und führt zu einer Verdrängung von Magnesium aus den Geweben. Erhöhte Aluminium-Werte können in Langzeittherapien (über Monate) mit Kalzium, Magnesium und Vitamin B6 gesenkt werden. In der Ernährung sollte man Backpulver, Schmelzkäse und Coca-Cola möglichst vermeiden.

Arsen

Die Aufnahme über die Nahrungskette ist eine mögliche Ursache für einen erhöhten Arsengehalt (Trinkwasser, Fleisch, Innereien). Durch die zunehmende Umweltverschmutzung und aus der Gesteinsverwitterung gelangt Arsen vor allem in die Gewässer.

 

Insbesondere Fische, Muscheln und Meeresfrüchte enthalten Arsen. Der Verzehr kleiner Mengen führt jedoch noch nicht zu Vergiftungen. Ausserdem enthalten Insektizide, Pestizide und Pflanzenschutzmittel Arsen (Rückstände in Obst und Gemüse, z. B. Wein aus gespritzten Trauben). Der beruflich bedingte Umgang mit arsenhaltigen Materialien stellt eine wichtige Belastungsquelle dar. Arsen ist Bestandteil von Legierungen und Farbpigmenten und wird bei der Metallverarbeitung sowie für die Glasherstellung verwendet. 

 

Kohleverbrennungsanlagen, Schmelzöfen, Industrieemissionen und Autoabgase emittieren Arsen und können als eine weitere mögliche Belastungsquelle in Betracht kommen. Mögliche Folgen (chronische Vergiftung): Erhöhter Blutdruck, Blutarmut, Nieren- und Leberschäden, Hauterkrankungen, Haarausfall, Nervenschädigung, Bindehautentzündung, Herzerkrankungen und

Krebserkrankungen. 

 

Zur Arsenentlastung ist die Zufuhr von Vitamin C, Selen- und jodhaltigen Nahrungsergänzungsmitteln und schwefelhaltigen Aminosäuren Cystein und Methionin (in Hülsenfrüchten) ratsam.

 

Quelle: Labor Orthomedis CH, Mrs Jelena Pecelj, Dipl. Biochem (im Ruhestand)

Weitere Informationen zu Schwermetallvergiftungen

Download
Quecksilber und Blei machen es ihrem Herzen schwer
Quecksilber-und-Blei_Herz.pdf
Adobe Acrobat Dokument 331.5 KB
Download
Vergiftung durch Kupfer im Trinkwasser
vergiftung_durch_kupfer.pdf
Adobe Acrobat Dokument 64.5 KB